Chiles Ort der Erinnerung
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Am kommenden Sonntag findet in Chile die Stichwahl um das Präsidentenamt statt. Im ersten Wahlgang im Dezember hatte der Kandidat der Rechten, der Unternehmer Sebastián Piñera, am besten abgeschnitten. Gegen ihn tritt der Bewerber der regierenden Mitte-Links-Koalition, Eduardo Frei, an. Der Wahlsieger wird die äußerst populäre Amtsinhaberin, die Sozialdemokratin Michelle Bachelet, ablösen. Die frühere Ärztin, die im Exil in der DDR lebte, gehört zu den Opfern der chilenischen Militärdiktatur. Ihr Vater, ein linker General, starb 1974 wenige Monate nach Pinochets Putsch, nachdem er in der Haft gefoltert worden war. Ein Vermächtnis der Amtszeit Bachelets wird das Museum der Erinnerung und der Menschenrechte sein, das die scheidende Präsidentin an diesem Montag in Santiago de Chile eröffnet. Zwanzig Jahre nach Diktaturende soll es über das dunkelste Kapitel der chilenischen Geschichte informieren und den Opfern ein Gesicht geben.

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